Vortrag und Diskussion in Jena
Dienstag, 7. Juli 2026, 18:30 Uhr
Treffpunkt: Ernst-Abbe-Platz 8,
neben dem Eingang der Mensa
Linke Lügen und dumme Kerle
Zur Kritik der Partei Die Linke
Mit Sören Pünjer
Anfang des Jahres entgegnete der Sprecher für Antifaschismus und Antirassismus der Linken-Bundestagsfraktion, der Neuköllner Ferat Kocak, einer Nachfrage aus dem Bundestagsplenum warum er sich so schwer damit tue, den Anschlag auf das Berliner Stromnetz nicht nur verharmlosend einen „Stromausfall“, sondern beim richtigen Namen zu nennen, unter anderem: „Vallah, ehrenlos dieser Anschlag […]. Haram, was sonst. […] Einfach gottlos, ich schwöre“. So redet im Jahr 2026 der oberste Antifa-Funktionär der Partei Die Linke daher. Kocaks ranwanzendes Kokettieren mit einem zugleich illiteraten wie islamisierten Gangster-Sprech, den er offenbar für den einzig wahren authentischen Neuköllner Heimatslang seiner Schutzbefohlenen hält, weil er ihnen mehr nicht zutraut, steht mittlerweile exemplarisch für die Partei Die Linke. Statt die Kritik der Religion als Voraussetzung aller Kritik (Marx) auch im Fall des Islam zu leisten, gilt er ihr weithin als verbündete Stimme der Unterdrückten, zu dessen Fürsprecher man sich gern macht – genauso wie man es an der Uni Jena vor drei Jahren durch einen linken Aktivisten vorexerziert bekam, als der dem damaligen Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber während einer Lesung eine Torte mit der Begründung ins Gesicht warf, er sei ein Rassist, weil er den Islam kritisiert. So ist es nur folgerichtig, dass mit Cansin Köktürk eine die sozialpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion ist, die im Bundestag nicht nur gern ein mit Fischernetz- und Getreidemuster verziertes Tuch irakischen Ursprungs trägt, das sich Hitlers Busenfreund und Urpalästinenser, der damalige Großmufti von Jerusalem, als palästinensisches Nationalsymbol namens Kufiya erst ausgedacht und dann kulturell für den Kampf gegen die Juden angeeignet hat. Die Sozialpolitikerin Nummer eins der Partei ist auch diejenige unter allen prominenten Linken-Politikern, die sich mit Abstand öffentlich am häufigsten gegen Israel äußert.
Die demonstrative Verknüpfung von Israelhass mit linker Sozialpolitik erklärt zum einen, warum diejenigen kaum falsch liegen, die der Partei wegen ihrer Vergötterung staatlicher Instrumente einen Eroberungs-Etatismus unterstellen, bei der der Sozialstaat zum linken Beutegut verkommt. Weil die Partei nach ihrem Wahlerfolg, der zu guten Teilen auf die Algorithmen der eigentlich verhassten Tech-Giganten zurückgeht, stolz darauf ist, von ganz jungen Leuten regelrecht geflutet worden zu sein und sich vor diesem Hintergrund neu erfunden zu haben, geraten parteintern selbst altgediente Parteisoldaten ins antizionistische Visier. So hat man Bodo Ramelow erst entmachtend zu einer Art Parteimaskottchen degradiert um ihn dann wegen seines Festhaltens an Israels Existenzrecht dem parteinternen Pöbel gegen den „heute real existierenden Zionismus“ (Linken-Landesvorstand Niedersachsen) ausgeliefert. Dieser Pöbel ist, anders als ein weiteres abgewatschtes Parteimaskottchen namens Gregor Gysi behauptet, keineswegs ausschließlich migrantisch. Schlimmer als Ramelow und Gysi erging es dem sich proisraelisch verstehenden Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, den man aus der Partei getrieben hat. Nach Eigenaussage fast ausschließlich von links bedroht, bezeichnete man ihn unter anderem als „Fascho-Ratte“ und hinterließ nach dem Brandanschlag auf sein Gartenhaus selbstverständlich das notorische rote Hamas-Dreieck, das auch viele in der Linkspartei als fortschrittliches antikolonial-antifaschistisches Widerstandssymbol gegen Faschojuden und deren Freunde wertschätzen.
Von der Parteispitze vernimmt man dazu nur Phrasen „gegen jede Form von Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus“, womit man dekretiert, dass die Kritik des Antisemitismus nur zu dem Preis verbotener Islamkritik erlaubt ist.
Mittlerweile hat man an der Bundessprecherin des Parteijugendverbandes Solid und Erfurter Kommunalpolitikerin der Linkspartei, Martha Chiara Wüthrich, die das Vorgehen Israels in Gaza nicht nur zu einem Holocaust erklärte, sondern gleich zu „dem“ Holocaust, ein Exempel nicht durch Rausschmiss aus der Partei, sondern durch zweijährigen Entzug der Mitgliedsrechte statuiert, um klarzustellen, wie man es nicht sagen, aber trotzdem meinen darf. Von Wüthrich erfährt man: „Linkssein bedeutet, die Menschenrechte aller zu achten und zu schützen.“ Wissen sollte man, dass solche linken Worte eine Absage an die Menschenrechte von Juden genauso beinhalten wie an die vom Islam unterdrückten Iraner, die des Sozialismus des 21. Jahrhunderts namens Chavismus in Venezuela oder an die der ukrainischen Opfer des großrussischen Chauvinismus. Denn mit Wüthrich ist längst die gesamte Linkspartei vom Ungeist des Opferkultes namens Intersektionalismus erfasst, der vorgibt, wer Opfer zu sein hat und wer nicht.
Warum es sich schlichtweg um Lügen handelt, wenn die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner im Anbetracht der iranischen Massenproteste gegen das Mullahregime bekundet, sie verdienten „unsere ganze Solidarität und volle Unterstützung“ oder wenn die Berliner linke Bürgermeisterkandidatin Elif Erap über den Anschlag auf das Berliner Stromnetz behauptet, er hätte „nichts mit linken Werten“ zu tun, darum soll es auf der Veranstaltung ebenso gehen wie darum, weshalb es linke Antizionisten schon lange nicht mehr schreckt, wenn sie von Neonazis wegen der Parole „Antifa means free Palestine“ als „echte Linke“ gelobt und hofiert werden – und damit einmal mehr Jean Amery Recht geben, der ob des grassierenden Antisemitismus unter Linken konstatierte: „Einst war das der Sozialismus der dummen Kerle. Heute steht er im Begriff, ein Bestandteil des Sozialismus schlechthin zu werden, und so macht jeder Sozialist sich selber freien Willens zum dummen Kerl.“
Eine Veranstaltung des AK Kritik des Antisemitismus Jena - Spende erbeten -
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